Salvatore Speranza ist der charmanteste Weinhändler den ich kenne. Er ist Diplom-Sommelier, Weintechnologe und – seien wir ehrlich – ein bisschen ein Zauberer, wenn es darum geht, Menschen Wein zu verkaufen, von dem sie nicht einmal wussten, dass sie ihn lieben. Von Kunden, die nach „dem besten Wein“ fragen, aber keine Antwort wollen, über Männer, die erst ab 14 Tagen Krankenhausaufenthalt Blumen für ihre Frauen kaufen, bis hin zu Porsche-Fahrern, die ein ganzes Palett Wein nach Hause transportieren wollen – Salvatore hat schon alles erlebt. Und ja, Wein ist für ihn nicht einfach ein Getränk, sondern eine Zeitkapsel, eine Geschichte, eine Emotion. Wie sonst könnte eine Flasche Sauvignon Blanc plötzlich Kindheitserinnerungen an Stachelbeer-Gonfi und die eigene Mutter wecken?
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Lachen mit Weinen
Herr über 500 Hektar
Beat Hedinger hat immer den richtigen Tropfen im Glas. Als Geschäftsführer des Branchenverbands Schaffhauser Reben und Wein sorgt er dafür, dass der Wein aus seiner Region über die Kantonsgrenzen hinaus geschätzt wird. Wir sprechen über seinen unkonventionellen Werdegang, seine ersten Begegnungen mit dem Weinbau und die kuriosen Erlebnisse aus über zwei Jahrzehnten Verbandsarbeit. Etwa eine Reise nach China, wo er als „Chef von 500 Hektar Reben“ empfangen wurde und bei einer Verkostung plötzlich diplomatische Fähigkeiten brauchte. Oder eine legendäre Blinddegustation mit alkoholfreiem Wein, die selbst erfahrene Kellermeister in die Irre führte.
Verzapft und zugeschraubt!
Stefanie Feuz hatte mit Mitte 20 alles erreicht, was man in der Weinwelt in dem Alter erreichen kann: Als erste Kellermeisterin im Globus Zürich zeigte sie den gestandenen Herren, wie man den Zapfen richtig zieht. Heute sortiert sie als Online-Kategorie-Managerin die besten Tropfen ins Möwepick-Sortiment und trinkt dabei selbst nur das Beste. Praktisch, oder? In dieser Folge geht es um verzweifelte Schraubverschluss-Öffnungsversuche mit der Fleischergabel und warum Sommelier*innen tatsächlich mit dem Alter besser werden. Ein Podcast voller Witz, Wein und der Erkenntnis: Mit einem Kellnermesser meistert man jede Herausforderung. Cheers! 🍷
Pinot statt Polizei
In dieser Folge von Lachen mit Weinen besuche ich die Kellerei Rötiberg und spreche mit Geschäftsführer Stefan Keller, welcher bei der Polizei begann, dann aber lieber zum Pinot Noir wechselte – schließlich gibt’s in der Weinwelt weniger Verhaftungen, aber genauso viele Kontrollen. Wir reden darüber, warum Schweizer Wein heute so gut ist, dass er internationale Konkurrenz alt aussehen lässt, und wie man Kund:innen austrickst, die „keinen Merlot“ mögen – bis sie ihn unwissentlich lieben. Dazu probieren wir einen Blanc de Noir, der geradezu verdächtig hell ist.
Weingrüsse aus Moskau
Der Alcomedian trifft den russischstämmigen Sommelier Wladimir Tropmann. Gemeinsam plaudern sie über Wodka, skurrile Verwechslungen wie „Saltimbocca oder Sambuca?“ und wie nach einer „Kleinigkeit“ für 3500 Franken immer noch Hunger bleibt. Eine spritzige Folge voller kurioser Geschichten und einem Glas portugiesischem Weißwein, dessen Namen niemand aussprechen kann. Prost! 🍷